BVB, BVJ und BGJ - Was soll das sein?

Du konntest  keinen oder nur einen schlechten Hauptschulabschluss erwerben? Das heißt nicht, dass aus dir nichts werden kann! Es gibt diverse Angebote von der Bundesagentur für Arbeit, um dir den Einstieg in das Berufsleben zu  erleichtern. Das sind die BVB – Die Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen.

Was sind BVB?

Die BVB sind Förderangebote zur Berufsorientierung und beruflichen Qualifizierung. Sie ermöglichen einen guten Einstieg in das Berufsleben. Wenn du Interesse daran hast, solltest du dich zuerst bei der Bundesagentur für Arbeit melden. Dort schauen sie nach Maßnahmen, die zu deinen individuellen Voraussetzungen passen. Diese Maßnahmen reichen von Berufsorientierung bis hin zur praktischen Ausbildung.

Die Anforderungen sollten dabei eingehalten werden. Normaler Weise sollte man unter 24 Jahre alt sein und noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. 

Zu den bekanntesten BVB-Angeboten zählt das BVJ und BGJ.

Was ist das BVJ?

Das BVJ wird in fast allen Bundesländern, teilweise nur unter anderen Namen und ähnlicher Form, angeboten. In einem BVJ besucht man eine Berufsschule bzw. Berufsfachschule. Du erhältst von Montag bis Freitag normalen Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Religion, Sport, Sozialkunde oder Wirtschaftslehre. Es dauert ein Schuljahr. 

Neben der schulischen Seite gibt es auch einen praktischen Teil. Dieser erfolgt durch Betriebspraktika. Von deinem Ansprechpartner bekommst du Empfehlungen für verschiedene Betriebe. Jedoch entscheidest du selber, wo du dein Praktikum machen möchtest. 

Was ist das BGJ?

Das BGJ gibt es nur in den Bundesländern Bayern, Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und im Saarland. Es dauert ebenfalls ein Jahr und vermittelt theoretische und Praktische Grundkenntnisse in einem gewählten Berufsfeld. Einige mögliche BGJ-Berufsfelder sind Büro, Agrarwirtschaft, Elektrotechnik,  Bautechnik, Chemie, Physik und Biologie, Ernährung und Hauswirtschaft, Fahrzeugtechnik, Gartenbau, Gesundheit und Pflege, Holztechnik, Körperpflege, Gastronomie, Farbtechnik und Raumgestaltung, Metalltechnik oder Wirtschaft und Verwaltung. Das BGJ kann man entweder in Vollzeitunterricht oder in dualer/ kooperativer Form absolvieren.

Im Vollzeitunterricht-Modell erhalten die Teilnehmer montags bis freitags Unterricht in einer Berufsschule. Der Großteil der Wochenstunden entfällt auf die Fachtheorie, daneben belegt man berufsübergreifende Fächer wie Deutsch, Englisch und Sport. Außerdem sind mehrwöchige Praktika vorgesehen, bei denen man das Arbeitsgeschehen im Betrieb kennenlernt.

Die duale/kooperative Form ähnelt einer dualen Ausbildung: An zwei Wochentagen erwirbt man theoretisches Wissen in der Berufsschule, an drei Tagen ist man als Praktikant in einem kooperierenden Betrieb tätig.

Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Überblick über die verschiedenen, berufsvorbereitenden Bildungsangebote geben. Vielleich spricht dich ja auch etwas davon an. Mehr Informationen findest du bei der Bundesagentur für Arbeit.


Mehr über den Autor: Toni Toni absolviert eine Ausbildung zum Mediengestalter. In seiner Freizeit treibt er gerne Kraftsport, besucht Konzerte und spielt Billard mit Freunden. Seine größten Schwächen: Kaffee und Nudeln.